Sportpsychologen sehen immensen Druck auf Schiedsrichter und Spieler bei Relegationsspiel
Großer psychischer Druck auf Schiedsrichter Starke

Kiel/Berlin (ots) - Faire Bedingungen sehen die Sportpsychologen bei dem von Fan-Skandalen überschatteten Relegationsspiel zur Fußball-Bundesliga zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC nicht mehr gewährleistet. "Der Druck und die Ängste, mit denen die Profis umgehen mussten, waren immens und sind in dieser Heftigkeit in Deutschland so noch nicht vorgekommen", sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp) in Deutschland, Prof. Dr. Manfred Wegner.
"Im Prinzip war ein normales Spiel nicht mehr möglich. Außerdem war die Situation sehr gespannt, da bei einem weiteren Tor der Berliner die Situation hätte völlig aus der Bahn geraten können. meinte der Kieler Sportpsychologe.
Die letzten 90 Sekunden kommen einer Wettbewerbsverzerrung gleich. "Was jetzt mit diesem Spiel passiert, ob es wiederholt wird, vielleicht unter Ausschluss der Fans, ob es weiter so gewertet wird, das muss an anderer Stelle entschieden werden. Aber es war wichtig, die Partie fortzusetzen, um nicht noch mehr Schaden entstehen zu lassen. Dieser psychische Druck verändert die Motivationslage für alle Beteiligten völlig", meinte Prof. Wegner.
Besonders das Schiedsrichterteam stand im Blickpunkt. "Durch Polizei und Sicherheitskräfte, schon durch die Sicherheitslage allein entstand ein dermaßen großer psychischer Druck auf Schiedsrichter Starke. Insgesamt zeigten sie ein umsichtiges Verhalten, auch durch die Tatsache, dass sie das Berliner Team wieder zurück auf das Spielfeld brachten.
Quelle: Presseportal - Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp) in Deutschland
http://www.presseportal.de/pm/102524/2254279/arbeitsgemeinschaft_fuer_sportpsychologie_asp_in_deutschland/mail
Quelle: Siehe oben!